Texte
 
 
Damals in Fraureuth
 

Leicht ist es für mich nicht, in Worte es zu fassen
doch von allen Geschichten behält man nur die krassen in Erinnerung
und fühlt sich nichtmal unwohl dabei
und überhaupt ist nur das wahr, woran man letztlich glaubt

Also denke ich dann zurück an damals in Fraureuth
vielleicht war ich garnicht da und habe nichts versäumt

Ich möchte, dass ihr alle wisst,
wie leicht man doch vergisst
was einem wirklich wichtig ist
und wenn man es vermisst
ist es zu spät
weil es einen dann nicht mehr bewegt

Alles ist so neu, wie mein letzter Gedanke daran
es gab gestern nichts, was es heute nicht geben kann
Jedes Jahr zur gleichen Zeit suche ich mein Verderben
ich möchte nicht so weiterleben, doch ich möchte auch nicht sterben

Also denke ich dann zurück an damals in Fraureuth
vielleicht war ich garnicht da und habe nichts versäumt

Ich möchte, dass ihr alle wisst,
wie leicht man doch vergisst
was einem wirklich wichtig ist
und wenn man es vermisst
ist es zu spät
weil es einen dann nicht mehr bewegt
 

 
In Erwartung des Moments
 
Es ist nicht leicht in dieser Zeit wir leben morgen obwohl erst heute ist
Und drehen wir uns um haben wir verpasst haben wir versäumt

Was ist schon ein Tag, was ist den schon ein Jahr
man erfährt sowieso zu spät was richtig war die Wiederholung ist mein bester Freund

Manchmal braucht es einen Augenblick nur mehr
Um es später besser zu verstehen
Also schließ ich meine Augen und ich bin allein mit mir
In Erwartung des Momentes der uns ändern wird

Man muss nicht immer wissen man kann auch ahnen, besonders wenn der Nebel
Diese Stadt auffrisst wir tasten uns von Laternenpfahl zu Pflasterstein

 
Drum `N` Bass
 
Du hast mich in deinem Griff
Ich vermisse dich gerade in diesem Augenblick
Du bist wie Alkohol, man braucht dich nicht zum glücklich sein
Doch ich fänd es schöner, Du wärest jetzt dabei

Du kennst keine Worte und keine Melodie und eine Botschaft nie

Du mußt mich nicht verstehen Du mußt nur einfach da sein, Ganz genauso wie du bist
Dich zu mögen ist nicht immer einfach denn viel zu selten nimmst du mich ernst

Du bist alles was ich habe
An den Tagen, an denen nichts im Kino läuft
Und schenke mir dein Lächeln, ich weiß,
ich hab es nicht verdient, doch es gibt nur zwei genau wie uns

Du kennst keine Worte und keine Melodie und eine Botschaft nie

Du mußt mich nicht verstehen Du mußt nur einfach da sein, ganz genauso wie du bist
dich zu mögen ist nicht immer einfach denn viel zu selten nimmst du mich ernst

 
Menschen gleich Einkaufszentrum
 
In einem Supermarkt stand ich in einer Reihe
dicht an dicht mit ihnen eng zusammen gedrängt
ich fühlte mich so beengt

Sie fragte mich ob sie mich stören und wollten keine Antwort hören
und mich vor an die Kasse lassen
Ich muß sie dafür hassen

Sie sind so freundlich und so nett Menschen im Einkaufszentrum
Sie sind liebenswürdig und werden täglich mehr
Sie bilden eine Art Gemeinschaft und ich will nur ihre Feindschaft

Fremde können Freunde sein
In diesem Fall: Nein

Ich will nicht nett sein sondern sexy

3x mal Tag waschen sie sich und auf der Straße grüßen sich mich mit "Mahlzeit"
sie gilt`s zu meiden, kann sie nicht leiden

Sie sind so freundlich und so nett Menschen im Einkaufszentrum
Sie sind liebenswürdig und werden täglich mehr
Sie bilden eine Art Gemeinschaft und ich will nur ihre Feindschaft

Fremde können Freunde sein
In diesem Fall: Nein

 
Ein Typ wie Fletch
 
Sie hassen deine Brille und deine roten Haare
Deine Sommersprossen schon die letzten 20 Jahre
Sie hassen was du darstellst, für sie bist du ein Witz
Du kannst nie gewinnen, weil du nur der 3. bist

Doch das ist nicht deine Schuld
Und wird es auch niemals sein
Denn du bist ja nur
Andrew Fletchter

Sie reden über dich so als wärst du nicht dabei
Und was du für die Band tust, ist ihnen einerlei
Sie schwärzen dich aus Postern raus, für sie bist du ein Niemand
Sie hassen dich so sehr, denn sie haben sich in dir wiedererkannt

Doch das ist nicht deine Schuld
Und wird es auch niemals sein
Denn du bist nur Andrew Fletchter

 
Im Freibad im Herbst
 
Die Blätter fallen still und es wird selten warm noch
Und egal ob ich das will, ich treff die Leute, die ich im letzten Frühling sah
Sie lachen mir kurz, denn was einmal war, lebt nur auf Fotos weiter
Es sei denn, man erinnert sich daran

Wir hatten eine gute Zeit, doch das ist lange her
Ich laufe manchmal Amok im Wochenendverkehr

Diese Tage sind wie im Freibad im Herbst
Sie ergeben für mich einfach keinen Sinn
Meine Gedanken sind wie Dosenbier im Weißweinglas
Sie gehören dort einfach nicht hin

Ich gehe in eine Nachtbar in der ich früher öfters war
Dort kenne ich kaum die Menschen und die Lieder find ich sonderbar
Was ist, wenn ich heute habe, was ich einmal wollte
Was ist, wenn ich heute der bin, der ich werden sollte

Ich habe einen Einfluß, ich weiß nur nicht auf was
Ich fühle mich verloren, doch ich gebe mich gefaßt

Diese Tage sind wie im Freibad im Herbst
Sie ergeben für mich einfach keinen Sinn
Meine Gedanken sind wie Dosenbier im Weißweinglas
Sie gehören dort einfach nicht hin
einfach nicht hin

Ich kenne zuviele Film, ich fühle mich wie betäubt
Es wird niemals etwas geben, was man nicht bereut

 
Mehr als nur ein Ende
 
In einem Park an einem Teich auf einer Bank in einer Stadt
es könnte überall geschehen, doch passiert ist es mit mir
plötzlich stand ich da
mein Blick ist in dieser Jahreszeit normalerweise vollkommen klar
doch es schien mir vor mir lag
ein letztes gutes Jahr
ein letztes Mal genauso wie es immer war

Das ist mehr als nur ein Ende
das ist fast schon verloren
was danach geschieht, weiß ich auch noch nicht
Ich bin der Gleiche Immer-noch-der-Alte

Ich höre all die Lieder, die in solchen Augenblicken was bewirken sollen
doch sie lassen mich im Stich und seltsam unberührt
geh ich durch den Herbst in diesem Jahr
Nichts gesagt und nichts getan und nichts gehofft
Nein, dass stimmt nicht so
Glücklich war ich jeden Tag 10 Minuten lang
die Zeit, die es zum Erinnern braucht

Das ist mehr als nur ein Ende
das ist fast schon verloren
was danach geschieht, weiß ich auch noch nicht
Ich bin der Gleiche Immer-noch-der-Alte

Und alles Hoffen ist vergeben, vergeben nicht an mich
Glücklich war ich 10 Minuten nur

 
 
Ein langsames Lied
 
Ruhig fällt ein Licht und bricht sich
in meinem letzten Wort
ich weiß nicht, was ich jetzt noch sagen kann
ohne dass ich es bereue irgendwann

Ich höre, sie kommen heran
die, die man sonst nie sieht
in der ersten Reihe
die sich weigern
sich für etwas zu entscheiden

Erträglich, erträglich, wann wird es unerträglich
Erträglich, erträglich, es wird unerträglich

Und nicht dass ich es will, Ich kann dem nicht entgehen
und nichts was ich dagegen tue - spielen sie

Ein langsames Lied
Das ist das Drama meines Lebens
ein langsames Lied

Ich haße jeden Tag ein klein wenig mehr
und fühl mich gut dabei, nur manchmal etwas leer
zu wissen, dass ich damit nicht allein bin
zu wissen, dass es niemals ein Ende nimmt

Erträglich, erträglich, wann wird es unerträglich
Erträglich, erträglich, es wird unerträglich

Und nicht dass ich es will, Ich kann dem nicht entgehen
und nichts was ich dagegen tue - spielen sie

Ein lautes Lied
Das Drama meines Lebens

 
Keine Meinung ist besser als die falsche
 
Wer hört schon gerne zu, beim täglichen Streiten?
Ich werde mich nicht daran beteiltigen
Vielleicht viel zu leicht könnte man mich missverstehen
und mir dann in Zukunft aus dem Wege gehen

Keine Meinung ist besser als die falsche
das sieht man schon daran, dass diese Meinung falsch ist
wir hätten besser von Anfang an still geschwiegen
um von vorneherein jedes weitere Lügen auszuschließen

Überhaupt scheint mir hier jede weitere Diskussion
bevor sie begann schon längst verloren
Schau mich bitte nicht so voller Enttäuschung an
wie kann ich etwas hassen, das ich nicht verstehen kann?

 
Komorow
 
Morgen beginnt mein neues Glück
doch ich denke noch gerne an mein altes zurück
denn ich habe nichts von Bedeutung getan
in meinem Orientierungslosigkeitswahn

Ich bin besonders und damit nicht allein
ihr Talkshowgäste wisst schon, was ich meine
ich tue mein Bestes, manchmal jedenfalls
doch ich weiß nicht ist es gut
und ich glaube, es ist nie genug

Ich glaube, ich bin noch nicht bereit
für die Vielfalt der Alltäglichkeit
mit meinem Eintritt in die Zweisamkeit
verliere ich meine Leidenschaftslosigkeit

Ich bin besonders und damit nicht allein
ihr Talkshowgäste wisst schon, was ich meine
ich tue mein Bestes, manchmal jedenfalls
doch ich weiß nicht ist es gut
und ich glaube, es ist nie genug